Augsburger Mobilitätsplan: Kommunale Mobilitätsmanagementstrategie und Umsetzung des Augsburger SUMP

 Auftraggeber: Stadt Augsburg, Mobilitäts- und Tiefbauamt 

 Laufzeit: 2024 – 2026 

Der Augsburger Mobilitätsplan bildet den neuen strategischen Handlungsrahmen für die städtische Mobilitäts- und Verkehrsplanung und löst den Gesamtverkehrsplan von 1998 ab. Aufbauend auf der bereits beschlossenen Mobilitätsstrategie werden im zweiten Teil des Plans die Ziele in konkrete Planungen, Instrumente und Umsetzungsprozesse überführt. Dabei verbindet der AMP die Weiterentwicklung der gesamtstädtischen Hauptverkehrsnetze mit einer stärker bedarfs-, quartiers- und zielgruppenorientierten Mobilitätsplanung nach den Grundsätzen eines Sustainable Urban Mobility Plan.

Die Bearbeitung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Augsburg, IGES Mobility und STRATMO. Während der Intermodale Masterplan Hauptverkehrswege die infrastrukturelle Angebotsplanung betrachtet, verantwortet STRATMO insbesondere die Entwicklung der Kommunalen Mobilitätsmanagementstrategie. Sie ergänzt die Netzplanung um quartiersbezogene Mobilitätskonzepte, zielgruppenspezifische Angebote, Anreize, Kommunikation und organisatorische Strukturen innerhalb der Stadtverwaltung.

Ein zentraler Erprobungsraum ist das Pilotquartier Rechts der Wertach. Dort wurden öffentliche Werkstätten, Community Mappings, Interviews, Spaziergänge und Beobachtungen eingesetzt, um Mobilitätsroutinen, Barrieren und Nutzungskonflikte aus unterschiedlichen Alltagsperspektiven sichtbar zu machen. Gezielt einbezogen wurden unter anderem Kinder und Jugendliche, Anwohnende mit Migrationsgeschichte sowie Menschen mit besonderen Mobilitätsbedarfen. Die Ergebnisse fließen sowohl in die Entwicklung des Quartiers als auch in einen übertragbaren Leitfaden und Werkzeugkasten für zukünftige Mobilitätsprozesse in Augsburg ein.

Im Projektverlauf wurde der Auftrag von STRATMO deutlich erweitert. Neben der Kommunalen Mobilitätsmanagementstrategie übernimmt STRATMO inzwischen die redaktionelle Zusammenführung und gestalterische Finalisierung des gesamten Mobilitätsplans, die Ausarbeitung der Maßnahmensteckbriefe sowie die Entwicklung von Umsetzungskonzept, Roadmap und Monitoring- und Evaluationssystem. Die Roadmap ordnet die Umsetzung bis 2038 zeitlich ein und verknüpft Maßnahmen mit Zuständigkeiten, Ressourcen, Finanzierung und erforderlichen Entscheidungsprozessen. Ergänzend entsteht eine eigenständige Kommunikationsbroschüre, die die umfangreichen fachlichen Ergebnisse des AMP verständlich und visuell ansprechend für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit aufbereitet.

Projekteinblicke

Unsere Leistungen:

  • Mobilitätsmanagementstrategie: Entwicklung eines kommunalen Handlungsrahmens für quartiers- und zielgruppenbezogene Mobilitätsplanung. Dazu gehören ein Leitfaden für zukünftige Quartiersprozesse, ein modularer Werkzeugkasten sowie Vorschläge für Zuständigkeiten, Kooperationen und die organisatorische Verankerung des Mobilitätsmanagements.
  • Öffentlichkeitsbeteiligung: Konzeption, Moderation und Auswertung öffentlicher Werkstätten, aufsuchender Beteiligungsangebote und dialogorientierter Veranstaltungen im Pilotquartier Rechts der Wertach. Die Beteiligung wurde durch Interviews, Wegezeichnungen, Spaziergänge und zielgruppenspezifische Community Mappings ergänzt.
  • Stakeholderworkshop: Durchführung von verwaltungsinternen Abstimmungen, Koordinationskreisen und Learning-History-Werkstätten. Die Formate dienten dazu, Erfahrungen aus dem Pilotquartier zu reflektieren, Zuständigkeiten zu klären und übertragbare Abläufe für zukünftige Mobilitätsprojekte zu entwickeln.
  • Maßnahmensteckbriefe: Einheitliche Aufbereitung der Maßnahmen aus dem Intermodalen Masterplan Hauptverkehrswege und der Kommunalen Mobilitätsmanagementstrategie. Die Steckbriefe verknüpfen Inhalte, Zuständigkeiten, Zeithorizonte, Ressourcen, Fördermöglichkeiten, angestrebte Wirkungen und Evaluationsindikatoren.
  • Umsetzungskonzept: Bündelung und Priorisierung der Maßnahmen sowie Entwicklung eines strukturierten Umsetzungsprozesses. Berücksichtigt werden organisatorische und finanzielle Voraussetzungen, erforderliche Beschlüsse, Personalbedarfe sowie Governance- und Kommunikationsstrukturen.
  • Roadmap: Zeitliche Einordnung der Maßnahmen und zentralen Umsetzungsschritte bis 2038. Die Roadmap macht Abhängigkeiten, Umsetzungsfenster, kurzfristige Maßnahmen, langfristige Entwicklungspfade und notwendige politische Entscheidungen nachvollziehbar.
  • Wissenschaftliche Evaluation: Entwicklung eines Monitoring- und Evaluationssystems mit Indikatoren, Datengrundlagen, Beobachtungsrhythmen und regelmäßigen Evaluationszyklen. Die Ergebnisse sollen transparent an Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit zurückgespielt und für die Fortschreibung des Mobilitätsplans genutzt werden.
  • Kommunikationsdesign: Redaktionelle Zusammenführung und gestalterische Finalisierung des AMP-Enddokuments sowie Entwicklung einer eigenständigen Kommunikationsbroschüre. Fachtexte, Karten, Infografiken und Bildmaterial werden in eine verständliche Storyline und eine konsistente Druck- und Digitalfassung überführt.

Projektergebnisse





Projektwebsite


Unser Projektteam

Sven Hausigke
 Projektleitung 
Alexander Rammert
 Projektleitung 
Noemi Kuß
 Projektmitarbeit 
Daniel Windmüller
 Projektmitarbeit 


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