Mobilitätsplan Zittau 2035+: Beteiligung und Mobilitätsbedarfsanalyse für den SUMP GreenZitty2035

 Auftraggeber: Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH / Stadt Zittau 

 Laufzeit: 2026 – 2027 

Mit dem Mobilitätsplan Zittau und Ortsteile 2035+ entwickelt die Große Kreisstadt Zittau eine integrierte Mobilitätsstrategie für die kommenden 10 bis 15 Jahre. Der Plan folgt den Grundsätzen eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) und löst den bisherigen Verkehrsentwicklungsplan ab. Im Mittelpunkt stehen die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen sowie gute Erreichbarkeit, Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit, Klimaschutz und Lebensqualität – in der kompakten Kernstadt ebenso wie in den Ortsteilen und im grenzüberschreitenden Verflechtungsraum mit Polen und Tschechien.

STRATMO verantwortet die gesamte Beteiligung zum Mobilitätsplan und bildet damit die Schnittstelle zwischen dem Alltagswissen der Menschen und der fachplanerischen Bearbeitung durch PTV Transport Consult. Vier öffentliche Veranstaltungen begleiten den Planungsprozess von der Analyse und Zielentwicklung über die Maßnahmenplanung bis zur Umsetzungsperspektive. Ergänzend werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Fachakteure gezielt in eigenen Formaten angesprochen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch ausgewertet, räumlich verortet und kontinuierlich in den Mobilitätsplan zurückgespielt.

Einen Schwerpunkt bilden vier Community-Mapping-Werkstätten mit Jugendlichen, Senior, Hochschulangehörigen und Pendelnden sowie Menschen aus den Zittauer Ortsteilen. Gemeinsam wurden Alltagswege, Barrieren, Gefahrenstellen, gut funktionierende Verbindungen und konkrete Verbesserungsbedarfe kartiert. Die Ergebnisse werden mit den Rückmeldungen aus der Online-Beteiligung zusammengeführt und zu einer umfassenden Mobilitätsbedarfsanalyse verdichtet. Damit ergänzt die Beteiligung klassische Verkehrs- und Infrastrukturdaten um die Perspektive der Menschen, die sich täglich in Zittau bewegen.

Vier weitere Stakeholderworkshops vertiefen die Anforderungen aus Tourismus, Verwaltung, sozialer Infrastruktur sowie Wirtschaft und Logistik. Dabei werden nicht nur Problemlagen, sondern auch Ziele, Umsetzungsvoraussetzungen und konkrete Maßnahmenansätze diskutiert. In den weiteren Projektphasen werden die Analyseergebnisse mit der Öffentlichkeit zu einem gemeinsamen Zielbild weiterentwickelt, Maßnahmen diskutiert und priorisiert und schließlich die Umsetzung des Mobilitätsplans in den Blick genommen. So begleitet die Beteiligung den SUMP kontinuierlich von der Bestandsanalyse bis zur Verstetigung.

Projekteinblicke

Unsere Leistungen:

  • Beteiligungskonzept: Entwicklung und Steuerung eines Beteiligungsprozesses, der die vier SUMP-Phasen Analyse, Strategieentwicklung, Maßnahmenentwicklung sowie Umsetzung und Monitoring begleitet. Öffentliche, zielgruppenspezifische und digitale Formate werden dabei systematisch mit der Fachplanung verzahnt.
  • Öffentlichkeitsbeteiligung: Konzeption, Moderation und Auswertung von vier öffentlichen Großveranstaltungen. Die Formate begleiten den Mobilitätsplan vom gemeinsamen Lagebild über Zielentwicklung und Maßnahmenpriorisierung bis zur Vorstellung des fertigen Plans und seiner Umsetzungsperspektive.
  • Community Mapping: Durchführung von vier aufsuchenden Kartierungswerkstätten mit Jugendlichen, Senior, Hochschulangehörigen und Pendelnden sowie Menschen aus den Ortsteilen. Kartiert werden Alltagswege, Barrieren, Gefahrenstellen, Qualitäten des Mobilitätssystems und konkrete Verbesserungsbedarfe.
  • Online-Beteiligung: Begleitung und Auswertung der digitalen Beteiligung über das Beteiligungsportal Sachsen sowie weitere digitale Rückmeldekanäle. Räumliche Hinweise und thematische Beiträge werden mit den Ergebnissen der Präsenzformate zusammengeführt.
  • Stakeholderworkshop: Durchführung von vier thematischen Fachworkshops zu Tourismus, Verwaltung, sozialer Infrastruktur sowie Wirtschaft und Logistik. Gemeinsam mit lokalen Expert werden Mobilitätsbedarfe, Erreichbarkeiten, Umsetzungshürden und konkrete strategische Handlungsansätze erarbeitet.
  • Mobilitätsbedarfsanalyse: Systematische Zusammenführung und planerische Auswertung der Erkenntnisse aus Community Mappings, Online-Beteiligung und weiteren Beteiligungsformaten. Die Ergebnisse werden nach Verkehrsmitteln, räumlichen Schwerpunkten und Personengruppen strukturiert und in Strategien und Maßnahmen für den Mobilitätsplan übersetzt.
  • SWOT-Analyse: Bewertung der eingebrachten Erfahrungen und Fachperspektiven anhand von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Die Ergebnisse werden sowohl verkehrsmittelübergreifend als auch für spezifische Themen wie Tourismusmobilität, soziale Infrastruktur und Wirtschaftsverkehr ausgewertet (gemeinsam mit PTV consult).
  • Wissenschaftliche Evaluation: Evaluation des Beteiligungsprozesses hinsichtlich Reichweite, Qualität und Rückkopplung in die Planung sowie Entwicklung von Ansätzen zur Verstetigung. Ziel ist es, erfolgreiche Beteiligungsstrukturen und digitale Rückmeldekanäle auch über die Erstellung des Mobilitätsplans hinaus nutzbar zu machen.

Projektergebnisse




Projektwebsite


Unser Projektteam

Sven Hausigke
 Projektleitung 
Noemi Kuß
 Projektmitarbeit 
Gordon Retzlaw
 Projektmitarbeit 
Yuri Ferenczy
 Projektmitarbeit 


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