Mobilitätskonzept TU Berlin: Strategische Planung für eine nachhaltige Campusmobilität

 Auftraggeber: Technische Universität Berlin 

 Laufzeit: 2024 – 2025 

Die Technische Universität Berlin entwickelt ein Mobilitätskonzept für ihre Standorte, das die Grundlage für eine nachhaltigere und klimagerechte Mobilitätsentwicklung schaffen soll. Betrachtet werden sowohl die alltägliche Campusmobilität von Studierenden und Beschäftigten als auch Dienstreisen, Fuhrpark, Auslandsaufenthalte und die organisatorischen Voraussetzungen des Mobilitätsmanagements.

STRATMO unterstützt die TU Berlin bei der fachlichen und methodischen Erarbeitung des Mobilitätskonzepts. Im Mittelpunkt stehen eine Mobilitäts-THG-Bilanzierung, standortbezogene Mobilitäts- und Erreichbarkeitsanalysen, die Potenzial- und Szenarioentwicklung sowie die Strukturierung des Maßnahmenprogramms. Analytische Ergebnisse werden mit bestehenden Mobilitätsdaten, der universitätsweiten Mobilitätsumfrage und Beteiligungsergebnissen zusammengeführt. 

Eine Besonderheit des Projekts ist die dezentrale Struktur der TU Berlin. Die Mobilitätssituation wird deshalb nicht nur universitätsweit, sondern auch für die einzelnen Campusstandorte betrachtet. Standortdiagnosen, Vor-Ort-Erhebungen und räumliche Analysen zeigen Unterschiede bei Erreichbarkeit, Fuß- und Radverkehr, ÖPNV-Anbindung, Parken und Aufenthaltsqualität. Diese Erkenntnisse werden anschließend in einer TU-weiten Potenzialanalyse zusammengeführt. 

Die Umsetzung wird bereits während der Konzepterstellung mitgedacht. Ziele, Szenarien und Maßnahmen werden gemeinsam mit der TU diskutiert und auf organisatorische Zuständigkeiten und Umsetzungsbedingungen bezogen. Nach der Konzepterstellung begleitet STRATMO die Entwicklung von Monitoring und Verstetigung bis zum Projektabschluss im März 2027

Projekteinblicke

Unsere Leistungen:

  • THG-Bilanzierung: Erarbeitung einer methodisch nachvollziehbaren Bilanz der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen. Berücksichtigt werden Anfahrtswege von Studierenden und Beschäftigten, Dienstreisen, Fuhrpark und Erasmus-Auslandsaufenthalte. Annahmen, Datenlücken und Berechnungsgrundlagen werden so dokumentiert, dass die Bilanz zukünftig fortgeschrieben werden kann. 
  • Standort- und Mobilitätsanalysen: Zusammenführung vorhandener Daten mit Mobilitätsumfrage, Beteiligung und standortbezogenen Untersuchungen. Für die Campusstandorte werden Mobilitätsbedingungen, Erreichbarkeit, Barrieren und Potenziale systematisch aufbereitet und vergleichbar dargestellt. 
  • Erreichbarkeitsanalysen: GIS-basierte Untersuchung der Verbindungen zwischen Hauptcampus und weiteren TU-Standorten sowie der Nahmobilität im Umfeld des Campus Charlottenburg. Reisezeiten, Routen und Erreichbarkeiten von Fahrrad, ÖPNV und MIV werden vergleichend ausgewertet. 
  • Potenzialanalyse: Ableitung und Priorisierung von Handlungsansätzen aus THG-Bilanzierung, Standortanalysen und weiteren Daten. Die Potenziale werden hinsichtlich Wirkung und Umsetzbarkeit bewertet und bilden die Verbindung zwischen Bestandsanalyse und Szenario- beziehungsweise Maßnahmenentwicklung. 
  • Szenarioentwicklung: Entwicklung langfristiger Szenarien und Zielpfade für die Mobilitätsentwicklung der TU Berlin. Die Szenarien verbinden quantitative Veränderungen mit strategischen Zielen und schaffen einen Orientierungsrahmen für Maßnahmen und Zwischenziele.
  • Beteiligung und Strategieprozess: Aufbereitung von Ergebnissen für Abstimmungs- und Beteiligungsprozesse sowie Konzeption und Moderation des Mobilitätsbeirats. Mit einem Backcasting-Ansatz werden Ziele, Maßnahmen sowie Chancen und Hindernisse der Umsetzung gemeinsam diskutiert. 
  • Maßnahmen und Umsetzungsplanung: Unterstützung bei der Strukturierung des Maßnahmenprogramms durch Maßnahmenlogik, standardisierte Maßnahmensteckbriefe und einen Umsetzungsfahrplan. Berücksichtigt werden unter anderem Zuständigkeiten, Zeithorizonte, Ressourcen, THG-Relevanz und Monitoringindikatoren.
  • Verstetigung und Monitoring: Unterstützung bei der organisatorischen Verankerung des Mobilitätsmanagements und Entwicklung eines Monitoringansatzes, der strategische Zielsteuerung und den Umsetzungsstand einzelner Maßnahmen verbindet. Die Nachlaufphase reicht bis März 2027.

Projektergebnisse





Projektteam

Sven Hausigke
 Projektleitung 
Chiara Stix
 Projektleitung 
Yuri Ferenczy
 Projektmitarbeit 
Alexander Rammert
 Projektmitarbeit 


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